Unternehmen im Sportsegment wachsen seit Jahren

Outdoor-Handel zählt zum Sportartikelmarkt und ist das Spezialsegment, welches zurzeit am stärksten wächst. Funktionsausrüstung und -bekleidung werden auch im Alltag getragen. Outdoor ist zu einem prägenden Merkmal des individuellen Lebensstils geworden. Sowohl Sport als auch Tourismus sind in den letzten Jahren wesentlich von den jeweils aktuellen Modetrends beeinflusst worden und Natur, Erlebnis und Abenteuer haben seit Jahren Hochkonjunktur. Sei es vom Wandern zum Trekking oder vom Radfahren zum Mountainbiking. Viele Bezeichnungen wurden als Styling neu gewählt, um ein moderneres Image zu erlangen. Die Produkte aus dem Outdoor Sektor machen gegenwärtig bereits 25 Prozent des gesamten Umsatzvolumens im Bereich Sport aus, diese Zahl entspricht in etwa dem doppelten Umsatz des Fußballbereich. „Dieses Segment wächst nach wie vor am stärksten – und das wird auch noch eine ganze Weile so bleiben. Die heute Vierzigjährigen haben ja noch so viele Jahre vor sich, in denen sie raus gehen und sich bewegen werden.“ – Intersport-Vorstand Klaus Jost.

Auch das Marketing muss sich hier neu definieren. 2xu ist ein Paradebeispiel für ein vom Outdoor-Trend profitierendes Unternehmen. Persönliche und authentische Beratung ist bei der Zielgruppe von hoher Bedeutung. Die Anzahl der Mitarbeiter bei 2xu ist etwa zwei bis dreimal so hoch wie in vergleichbaren Kaufhäusern. Außerdem sind die Mitarbeiter in dieser Branche selbst Teil der Zielgruppe und üben ihre Passion aktiv aus. Sie bieten in ihrer Freizeit selbst Kurse an und haben ihr Hobby zum Beruf gemacht. Zudem darf beispielsweise jeder Mitarbeiter bei 2xu Auszeiten nehmen, um eigene Abenteuerträume zu verwirklichen.

Bei einer Betrachtung des Marktes geben laut Einschätzungen von Spiegel Online die Deutschen 1,6 Milliarden Euro im Jahr für Outdoor-Produkte aus. Der Anteil an extremen Kunden, welche nach Expeditionsfaltbooten oder Satellitentelefonen fragen, liegt bei etwa 15 Prozent. Unter dem Strich steht hier eine Umsatzrendite vor Steuern in Höhe von vier bis fünf Prozent. Trotz des hohen Bedarfs an persönlicher Beratung und Glaubwürdigkeit läuft der Umsatz auch verstärkt über den Versandhandel, welche stark vom Marketing abhängt.

Both comments and pings are currently closed.

Comments are closed.