Warenimport aus China – Einfuhrbestimmungen und Hindernisse

Bildquellenangabe: Ralf Hanke/pixelio.de

China als Produktionsland ist ein Mekka für viele Importeure weltweit, und das nicht nur in Sachen Technik. Doch gerade der Import aus China stellt gewerbliche wie private Importeure häufig nicht nur vor eine Vielzahl von Fragen, sondern im Zweifel sogar vor Probleme und rechtliche Konsequenzen. Dem gilt es vorzubeugen, indem man die landesspezifischen Bestimmungen und Beschränkungen zur Einfuhr in das Zielland kennt.

Was man darf und was nicht
Kaum eine Frage ist wohl schwerer zu beantworten, denn der Vorschriftenkatalog ist inzwischen so komplex und unübersichtlich wie nie. Grundsätzlich gilt natürlich, dass kein Produkt eingeführt werden darf das nach den jeweiligen Landesgesetzen verboten ist, wozu auch Plagiate und Fälschungen gehören. Das Problem hierbei ist, dass stets der Importeur haftet, selbst dann, wenn er sogar nachweislich nichts von der Fälschung wusste. In so einem Fall ist die Importware ersatzlos abzuschreiben und sogar mit einem Gerichtsverfahren zu rechnen. Spezielle Produkte wie Textilien, Tabakerzeugnisse und Waffen unterliegen einer Importüberwachung oder anderen Auflagen, wie bspw. einer Mengenbeschränkung (z.B. Tabak). Auf der auf einer Rechnung ausgezeichnete Geldbetrag der Ware spielt eine Rolle, inbesondere bei Technikprodukten. Ein Handy bspw. das eindeutig einem namhaften Produkt nachempfunden wurde, im Endpreis aber nur geringfügig unter dem des Originals liegt, muss nicht automatisch als Fälschung gelten, während eine Preisdifferenz von 60% auch ohne große Ähnlichkeit durchaus Probleme bereiten kann.

Zu komplex um alles zu wissen
Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass für ganz ähnliche Produkte gänzlich unterschiedliche Maßstäbe gelten können. Hier hilft meist nur noch der Fachmann weiter. Andere Bestimmungen sind sehr klar und einfach. So gilt bspw. ein generelles Verbot von Weichmachern in Kunststoff-Spielzeugen oder die Einfuhr und der Vertrieb von Elektroprodukten ohne gültiges CE-Zeichen. Prüfzeichen wie GS sind darüber hinaus laufzeitbegrenzt – man sollte daher stehts auf aktuelle Prüfzeichen achten. Die meisten Richtlinien gelten dabei dem europäischen Umwelt- und Wirtschaftsschutz. Hier wird die Preisfrage besonders bei bspw. Energiesparlampen deutlich, die mit 66,1% Zollzuschlag bei Import bemessen werden um die europäische Wirtschaft vor ausländischem Preisdumping zu schützen. Da der Zoll jede Sendung zu Prüfzwecken jederzeit öffnen darf empfiehlt es sich grundsätzlich robustes Verpackungsmaterial zu wählen – das schützt auch die Ware. Wer sich beim Import unsicher ist sollte bereits beim kleinsten Zweifel die entsprechenden Behörden oder einen Fachanwalt zu Rate ziehen.

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